Kunst am Bau

Woanders steht ein Pferd auf dem Flur, in Wien entdeckte ich ein Segelboot auf dem Dach eines Hotels. Und dann noch ein Segelboot, dass seine Form etwas verloren hatte. Ich gehe nicht davon aus, dass es an der Hitze lag, das war bestimmt Kunst am Bau:

Kunst am Bau, Hotel Daniel, Nähe Prater, Wien, Österreich

 

Grillen… mit Senf

Neulich war ich mal zum Mai-Grillen irgendwo eingeladen. Dabei entdeckte ich diesen leckeren Senf:

Eine Eigenmarke von Penny, falls ich mich richtig erinnere. Auf alles Fälle sehr lecker!

Noch einmal vielen Dank für die Einladung an … die üblichen Verdächtigen 😉

Wasser in Wien

Wien und München, so wurde es mir erzählt, beziehen ihr Trinkwasser aus den jeweils nahen Bergen. Und das Wasser hat dann so eine hohe Qualität, dass praktisch keine Maßnahmen mehr getroffen werden müssen, um das Wasser für den menschlichen Genuss als Trinkwasser aufzubereiten. So steht es auch im Badezimmer des Hotels in Wien. Das ist erfreulich, denn gutes Trinkwasser ist ein Luxus, den nicht jeder Mensch auf diesem Planeten genießt. Manchmal muss man Wasser teuer und umständlich aufbereiten, von Schadstoffen reinigen, unerwünschte Mineralien entfernen und und und. Da freut man sich, wenn Wasser schon sauber genug aus dem Berg fließt.

Wenn dann das Hotel am Frühstücksbüffet mit energetisch aufbereitetem bzw. belebten Wasser wirbt und einen extra Zapfhahn für solches Wasser bereitstellt, dann schlägt bei mir der Esoterik-Alarm an. Ja, ich weiß, dass es „Informationsübertragung“ geben kann. Ich weiß aber auch, dass dafür immer (viel) Energie im Spiel sein muss. Übertrage ich Informationen in Form von eingeschlagenen Zahlen in ein Stück Blech (Hundemarke), dann braucht es dazu schon kräftige Hammerschläge. Möchte ich Informationen per Kabel oder Funk übertragen, dann braucht es dazu ebenfalls Energie. Immer wenn mir jemand erzählen möchte, seine Informationsübertragung ginge komplett ohne Energie, weiß ich, dass mich ein Scharlatan verarschen will.

Entsprechend belustigt habe ich dann auch auf diesen Hinweis im Hotel reagiert:

Wenn man dran glauben mag…

Solange Physiker, Chemiker, Biologen nichts nachweisen oder messen können… Aber lest Euch doch selbst durch, was der Hersteller so alles verspricht. Vielleicht glaubt Ihr ja daran? Woanders glaubt man ja auch daran, dass mal jemand Wasser in Wein verwandeln konnte.

Kauf regional, kauf national…

Der Urlaub führte mich auch nach Österreich. Die kundige Reiseberaterin vor Ort lotst mich auch in einen „Merkur“-Supermarkt. Dort kaufen wir dann alles mögliche für sie und mich. Irgendwann, viel später, sehe ich mir den Kassenbon genauer an:

Einheimische Produkte werden durch ein „Ö“ in der letzten Spalte des Kassenbons markiert.

Meine Begleiterin klärt mich auf:

In vielen Supermärkte werden inländische Produkte besonders gekennzeichnet, damit Kunden erkennen können, dass sie einheimische Produkte kaufen.

Ich sehe mir den Kassenbon weiter an:

Hinweis aus österreichische Produkte (Hinweise auf Zahlungsdaten habe ich aus dem Scan entfernt!)

Vieles, was wir kaufen, ließe sich auch aus der Region kaufen. Ich habe nie verstanden, warum ein stilles Wasser (per Lkw) aus der Mitte von Frankreich kommen muss, wenn es auch hierzulande Brunnen gibt, denen man Wasser entnehmen kann. Ähnlich ist das auch in einem kleinen Land wie Österreich. Der Kunde soll klar erkennen können, was er aus der Region kauft, soll klar erkennen können, was er aus dem eigenen Land kauft. Und dann selbst entscheiden. Das finde ich gut. Wer mitmachen kann und möchte, wird deutlich aber unaufdringlich informiert. Alle anderen kaufen eben Wasser  von Far-Far-Away. Aber beschweren sich dann bitte nicht, wenn die Lkw, die das Wasser bringen, die Autobahnen verstopfen.

 

Senfiger Gruß von Freunden

Du weißt, dass Dich Deine Freunde gut kennen, wenn sie beim Anblick von Senf an Dich denken, und Bilder von interessanten Senfsorten machen. Wie auch diese ungenannt bleibende Mustardista, die mich mit Bildern von Sanddornsenf erfreute:

Sanddornsenf

Und noch mehr:

Noch mehr Sanddornsenf

 

Kampf dem Mampf

Eine alte Soldatenweisheit lautet

„Erst die Verpflegung, dann die Bewegung!“

wahlweise kennt man sie auch als

„Ohne Mampf kein Kampf!“

Nun, an diesen Weisheiten ist etwas dran. Die „Gulaschkanone“ gilt bei manchen Offizieren als das wirkungsvollste Geschütz der eigenen Truppe.

Allerdings ernähren wir uns — statistisch gesehen — nicht so, wie wir es sollten. Wir essen zu viel, dann noch zu salzig, zu süß, zu viel Kohlenhydrate und und und. Nicht jeder Mensch bringt die Selbstdisziplin auf, nur eine Handvoll Chips zu essen. Bei manchen Menschen ist erst Schluss, wenn die (300 Gramm) Chipstüte leer ist. Und da ist dann die Grenze des Gesunden wahrscheinlich deutlich überschritten.

Kann man den Herstellern leckerer Kartoffelchips einen Vorwurf machen, dass sie ihre Chips so machen, dass sie lecker, knusprig und unwiderstehlich sind? Ja kann man. Aber das ist ungefähr so sinnvoll, wie Herstellern vorzuwerfen, dass ihre Autos gut fahren, ihre Bürostühle angenehm sind, ihre Regenjacken wetterwest sind. Also überhaupt nicht.

Nun gehen manche Hersteller dazu über, in einer großen Tüte mehrere kleine Portionsbeutel zu packen. Ja, das bedeutet dann unwesentlich mehr Plastikfolie… Aber ist sehe den Vorteil, dann bewusster / weniger zu essen.

Andere Hersteller wissen um die Unwiderstehlichkeit ihrer Produkte und kokettieren damit. So auch der Hersteller Napoli, seine Dragee-Keksi sind un-wi-der-steh-lich. So sehr, dass … Ach, seht selbst.

In Österreich heißen Kekse manchmal auch „Keksi“

„Wenn ich nur aufhör’n könnt’…

wurde in Österreich zum geflügelten Wort.

Wenn ich nur aufhören könnt…

Apotheken

Als gelerntes Apothekerkind hat man ein Auge für Apotheken. Und wenn man zufälligerweise vor einer steht, dann zückt man das Handy…

Die Landgerichts-Apotheke in Regen, Landkreis Regen, Bayern

Auge Gottes Apotheke, Wien, Österreich

Sorry für die schlechte Bildqualität. Ich belobe Besserung und werde beim nächsten Besuch dort in der Nähe bessere Bilder machen.

Fußball spielen wie Flasche leer…

Fußballer (und manchmal deren Trainer) gelten nicht unbedingt als sprachlich versierte Poeten. Das liegt zum einen daran, dass viele Spieler und Trainer nur für kurze Zeit in Deutschland spielen und in der Zeit nicht so gut Deutsch lernen können. Es liegt wohl auch daran, dass sehr erfolgreiche Spieler oftmals Defizite in anderen Bereichen haben (können). Wer erfolgreich Tore schießt, den fragt niemand nach seinem Schulabschluss. Merke: Wer die Abseitsregel erfolgreich anwenden kann, der muss den Akkusativ nicht beherrschen.

Im Netz lassen sich viele Beispiele für sprachliche Glanzleistungen finden, hier möchte ich nur auf die berühmte „Flasche leer“ anspielen. Zumal es die Mexikaner waren, die den Deutschen bei der diesjährigen WM die erste Niederlage beibrachten:

Scharfes Spiel, auch bei „Flasche leer“.

Und was soll ich sagen, die Schärfere der beiden Spielerin zwinkerte mir auch noch zu…

Wien, Wien, nur Du allein…

Der Text verrät es, der Urlaub führte mich (auch) nach Wien. Hier meine (natürlich sehr subjektiven) Erlebnisse:

Freitag, 1. Tag
Die Fahrt aus dem Reiturlaub nach Wien klappt hervorragend, Autofahren auf Österreichs Autobahnen ist wirklich sehr angenehm, da bezahle ich gerne den „Eintritt“ in Form der Mautplakette. Ich bin in Wien mit einer Freundin verabredet, wir treffen uns an einer Einfallstraße, sie geleitet mich durch den Straßendschungel sicher gen Hotel (IBIS Styles Wien). Dort gibt es einen Kurzhalteparkplatz für das Be- und Entladen, alle meine sieben Sachen in  immerhin fünf Taschen (ich hatte ja noch meine Reitsachen dabei) aufs Zimmer bringen, kurz verschnaufen und dann geht es weiter auf den Kahlenberg.

Dort fand nicht nur 1683 die entscheidende Schlacht gegen die türkischen Belagerer Wiens statt, von dort aus hat man einen beeindruckenden Blick über Wien und das Umland und angrenzende Ausland. Wien liegt ca. 25km von der Grenze zur Slowakei entfernt. (Und bis zur „Nordsee“ kann man auch sehen, aber das ist eine andere Geschichte.) Die Straße von Wien auf den Kahlenberg solltet ihr mit dem Auto fahren, Freunde von Serpentinen und kurvigen Straßen werden ihre Freude haben. Außerdem: Teil des Pflichtprogramms für Touristen…

Abends dann in einen Heurigen, in ein Lokal, bei dem man unter Bäumen sitzt und Wein und kleine Mahlzeiten der regionalen Küche angeboten werden. Wenn man schon in Wien ist: Pflichtprogramm für Touristen…

Meine Begleitung hatte ein günstiges und günstig gelegenes Park&Ride-Parkhaus für mich gefunden. 17,10 Euro pro Woche statt 25 Euro pro Nacht in der Hotelgarage. Und nur eine U-Bahn-Station (oder 7 Minuten zu Fuß) vom Hotel entfernt. Und meistens ist man in Wien eh mit den „Öffis“ (Bus, Straßenbahn, U-Bahn und Stadtbahn) unterwegs.

Der Tag war anstrengend (und heiß), also Hotel, Dusche etwas Fernseh-Chillen…

Samstag, 2. Tag
Besuch der Veranstaltung „Montur und Pulverdampf“ im Heeresgeschichtlichen Museum. Dort gibt es dann im Museumsgarten viel zu sehen, von der Zeit des 30-Jährigrn Krieges bis kurz vor dem Ersten Weltkrieg sieht man Uniformen, Ausrüstungen, Handwaffen und Kanonen. Und man hört die Kanonen auch. Und das ist LAUT! Aber sehr interessant. Auch der Besuch des Museums ist interessant. Und die Weisheit „Kriege gehören ins Museum“ kann man nicht oft genug wiederholen.

Danach dann zur nächsten Station des Pflichtprogramms für Touristen: Wiener Prater und dem Wurstelprater. Das eine ist die riesige parkähnliche Landschaft, das andere ist ein Vergnügungsviertel, so ähnlich wieder Hamburger Dom, nur ganzjährig in Betrieb. Natürlich mit Fahrt mit dem Riesenrad. Und Fahrt mit der Liliput-Eisenbahn. Wer Glück hat, erwischt auch einen dampfbespannten Zug. Ideal für den Lokomotivführer in uns allen.

Abends gibt es dann Essen bei einer typisch wienerischen Institution: Eine Würstelbude, da gibt es dann Bratwürste aller Art und Getränke. Stilsicher trinkt man dazu dann ein 16er-Blech, eine HaLiDo (HalbLiterDose) Bier der Ottakringer Brauerei aus dem 16. Wiener Stadtbezierk. (Wurstel-)Prater und Wurstelbude sind Pflichtprogramm für Touristen…

Sonntag, 3. Tag
„Vienna Calling“ oder „Ganz Wien…“. Es geht auf den Zentralfriedhof zu Falcos Grab. Es ist ein Doppelgrab, das einerseits den Menschen Johann (genannt Hans) Hölzel und den Superstar Falco zeigt. Der Friedhof ist so dermaßen groß, man kann ihn mit dem Auto befahren.

Weiter nach Petronell-Carnuntum. Dort befinden sich Überreste einer Zivilstadt und eines Militärlagers der Römer. Ein Teil davon wurde im originalen Stil wieder aufgebaut. Es ist sehr beeindruckend zu sehen, welche kulturellen Annehmlichkeiten die Römer im Jahr 200 hatten. Häuser mit Zentralheizung, fließend kaltes und warmes Wasser, Toiletten mit Wasserspülung und und und. Auch das ist Pflichtprogramm für Touristen, wenn man schon mal in Wien oder der Nähe davon ist.

Natürlich muss man auch ein Echtes Wiener Schnitzel, natürlich vom Kalb, essen, wenn man in Wien ist. Also führt es uns nach dem Besuch der alten Römerstadt zum Abendessen ins Blaustern, ein Restaurant unweit des Hotels. Nach dem Wiener Schnitzel musste ich natürlich noch Palatschinken mit Marillen probieren. Wenn schon das Pflichtprogramm für Touristen, dann bitte auch nichts auslassen.

Montag, 4. Tag
Als Pferdeverrückter muss ich natürlich auch die Spanische Hofreitschule besichtigen. „Nur“ die Stallungen (samt Pferden) und die Anlage. Reitbetrieb gibt es selten zu sehen. Aber Menschen auf Pferden kann ich auch woanders sehen 🙂 Alleine die Reithalle ist beeindruckend, da braucht es keine Pferde darin.

Später geht es dann Andenken kaufen, später dann zum Bummeln durch den Wiener Augarten. Landschaftlich sehr schön anzusehen. Wären da nicht ein paar Schandflecke aus der Kriegszeit, die sich hartnäckig einem Abriss verweigern: Einige der Flaktürme stehen auch im Augarten.

Wenn man schon Wiener Schnitzel essen möchte, dann ist es besser, zweimal essen zu gehen. Je größer der Umfang der Stichprobe, desto höher ihr Aussagewert 🙂 Also waren wir wieder essen, danach noch etwas bummeln.

Dienstag, 5. Tag
Sachen packen, Auto aus dem Parkhaus holen, wieder zum Hotel, Auto beladen, dann ab nach Krems an der Donau. Dort noch einmal Spezialitäten essen, Marillen-Spezialitäten für die Lieben daheim einkaufen, dann zurück in den süd-dänischen Teil des Habsburger Reiches und dabei „a bisserl brav sein…

Wenn es im Auto nicht kalt wird…

Moderne Autos haben Klimaanlagen. Die Zeiten, in denen derlei Annehmlichkeiten nur der automobilen Ober- oder Luxusklasse vorbehalten blieben, sind lange vorbei. Heute kommt (praktisch) kein Auto mehr ohne Klimaanlage. Warum auch nicht? Im Sommer hilft sie, die Innenraumtemperatur abzusenken und damit die hitzebedinge Ermüdung der Innensassen zu vermeiden. Im Herbst und Winter trocknet die Klimaanlage die Luft und verhindert so beschlagene Scheiben.

Neulich war es wieder mal warm, ich hatte die Klimaanlage eingeschaltet, wundere mich aber, warum es nicht kalt wird. Ich hatte die Klimaanlage doch eingeschaltet, oder? Ein Blick sagt mir, dass das Lämpchen leuchtet. Ist die Klimaanlage etwa kaputt?

Dann wurde mir klar, warum es nicht kalt wurde… Wer entdeckt den Fehler?

Warum wurde es im Auto nicht kalt?

Des Rätsels Lösung: Die letzte Fahrt fand bei nächtlich kühlen Temperaturen statt und der Fahrer hatte wohl vergessen, den Temperaturregler wieder auf sommerliche Einstellung zurückzustellen…

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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