Spionage als Service

Kleiner Hinweis, dieser Artikel ist etwas… theoretisch. Ich rede hier von Dingen, die gut sein können, es kann aber auch alles ganz anders sein.

Denken wir uns einmal ein großes Unternehmen. So in der Größe eines multinationalen Konzerns. Also viele Länder und in jedem Land dann einen oder mehrere Standorte. Vieles an IT kann man zentralisieren. Sollte man auch. Warum soll an jedem Standort der Admin beim Aufsetzen neuer PCs den Schlüsselbund voller USB-Sticks rausholen und von denen betanken? Man bootet die Maschine und der Rest kommt vom Betankungsserver, davon steht eine lokale Instanz an jedem Standort und betankt dann die Maschinen, so schnell es technisch geht. Die Images werden an zentraler Stelle für eine ganze Region, zum Beispiel Europa, vorbereitet und dann auf den Europa-Server eingespielt, der repliziert wieder an die Standorte. So weit, so gut.

Andere Dinge lassen sich nicht so ohne weiteres zentralisieren. Man braucht in vielen Büros Drucker. Natürlich Netzwerkdrucker. Also auch einen Druck-Server dafür. Und wie alle Server, kann auch dieser Server einmal „stolpern“. Ein altes Admin-Sprichwort formuliert es so:

Im Netzwerk gibt es nur zwei Ursachen von Problemen: Benutzer und Drucker…

Und wenn der Drucker, der drucken sollte, nicht mehr druckt, dann ist … oftmals Holland in Not. Manchmal geht ein Lkw voller Ware erst dann vom Hof, wenn die Papiere ausgedruckt sind. Auch das Stück Terminfracht geht erst dann durch die Zollabfertigung, wenn die Papiere ausgedruckt sind. Manchmal kann es also schon sehr dringend sein, dass eine Störung behoben ist.

Da ist es dann gut, wenn jemand auf den Druck-Server sieht. Das macht der normale Admin so nebenbei. Auf einem seiner vielen Bildschirme zeigt ein Fenster an, welche Drucker oder Druck-Server eine Störung haben. Und dann sieht man sich das an und handelt. Die Tickets, mit denen eine Störung gemeldet, erfasst, behandelt wird und was ITIL noch so alles verlangt, macht man dann eben später.

Manche Firmen kommen nun auf die absonderliche Idee, diese Dinge auszulagern. Vielleicht noch an einen Dienstleister in Far-Far-Away. Gut, dort spricht und versteht man die deutsche Sprache und Mentalität auf seine eigene Art und Weise, was dann manchmal zu gewissen Reibungsverlusten führt. Und auch zu gewissen zeitlichen Verzögerungen. Natürlich kann man sich gewisse SLAs garantieren lassen. Aber solche Garantien sind im Zweifel einen Scheiß wert. Natürlich werden sich die Service-Kräfte um die Sache kümmern, gleich nach Ende des Monsuns.

Aber, worum es mir in diesem Artikel eigentlich geht: Jeder Admin, der auf den Druck-Server sieht, kann sehen, welche Dokumente gedruckt werden. Nicht den Inhalt des Dokuments, nur die Meta-Daten Druckauftrags (Eigentümer, Drucknamen, Datum- und Urzeit). Wer denkt, dass seien keine verwertbaren Informationen, der irrt. Druckt Forschungsleiter Dr. Dingenskirchen zu später Stunde ein Dokument „Angebot über neues Produk QKX“, dann kann man daraus sehr wohl Schlüsse ziehen. Auch kann man auswerten, wie viele SAP-Druckjobs laufen. Laufen sonst pro Tag immer nur X Jobs, seit einiger Zeit aber Y Jobs, kann das ein Zeichen sein, dass die Firma mehr produziert. Auch sehr interessant.

Wenn wir das Monitoring, die Wartung und die Störungsbeseitigung unserer Druck-Server also an Dritte vergeben, dann geben wir wichtige Informationen über unsere Firma aus der Hand. Natürlich können wir glauben, dass niemand diese Informationen jemals sammeln und auswerten werde, erst recht nicht, dass diese Informationen jemals gegen unser Unternehmen verwendet würden. Wir können aber auch an den Weihnachtsmann glauben.

Aus meiner Sicht sprechen zwei Dinge dafür, die Druck-Server vom eigenen Unternehmen, möglichst Personal vom Standort, betreuen zu lassen: Die Meta-Daten gelangen nicht in Feindeshand und im Zweifel haben die Admins vor Ort ein erhebliches Interesse (durch Horden von Benutzern, die mit Fackeln und Mistgabeln vor der Tür stehen) daran, dass die Benutzer wieder drucken können.

Und Deine Daten sind ge-CLOUD-t

Die Cloud, zumindest sagt man es so, sei die Lösung für alle Deine IT-Probleme. Nun gut, das kann man so glauben und dann seine Firmendaten nicht mehr im Serverraum der eigenen Firma sondern in der „Cloud“ bzw. einem Anbieter von Speicher, der irgendwo sitzt, speichern. Das alles kann(!) auch ganz gut funktionieren, wären da nicht ein paar klitzekleine Dinge, die es zu beachten gilt:

Schnelle und hochverfügbare Internet-Anbindung:
Wenn unsere Daten nicht mehr ein paar Meter weiter im Serverraum liegen, sondern irgendwo in der Cloud, dann brauchen wir eine wirklich schnelle Internetanbindung. Ja, langsam verschwinden die weißen Flecken auf der Landkarte und auch in Kleinposemuckelsdorf ist zumindest mal Internet mit mehr als Feld-DSL-Geschwindigkeit verfügbar. In immer mehr Gemeinden gibt es nun auch Glasfaser. Theoretisch sind da ganz anständige Geschwindigkeiten erreichbar. Theoretisch. Denn es stellen sich da ein paar Fragen: Was passiert, wenn zu bestimmten Zeiten sehr viele Menschen auf Daten aus der Cloud zugreifen müssen? Dann wir’s langsam. Und können wir wirklich sicher vorhersagen, ob unsere Daten auf dem Weg in die Cloud oder zurück zu uns nicht irgendwo im Stau stehen? Oder es bei unserem Internet-Provider mal ein technisches Problem gibt und unsere Internet-Anbindung ausfällt? Wie schnell ist ein (Glasfaser-) Kabel repariert, wenn Baggerschaufel zugebissen hat? Aber nehmen wir an, wir sind auf Nummer Sicher gegangen und haben 2 unterschiedliche Anbindungen bei 2 unterschiedlichen Anbietern, können also davon ausgeben, dass unsere Internet-Anbindung einigermaßen ausfallsicher ist… Es bleibt die Unwägbarkeit, wie schnell wir an unsere Daten kommen.

Wo liegen unsere Daten und wer hat noch so alles Zugriff darauf:
Können wir dem Cloud-Anbieter vertrauen? Unterliegt es vielleicht einer ausländischen Rechtsprechung und seine Regierung fordert gesetzliche Hintertüren? das wären dann Hintertüren, die direkt zu unseren Daten führen.

Wenn die Konkurrenz jemals unsere Geschäftsgeheimnisse erfahren sollte, das wird sie um Jahre zurückwerfen…

Das ist ein launischer Spruch, aber trifft er wirklich zu? Der Zugriff auf unsere Daten, unsere Wissen, auf unsere Kunden, auf unsere Kalkulationen auf … einfach alles, macht uns zu einem gläsernen Gegenspieler. Wenn unsere Konkurrenten so ziemlich alles über uns wissen, wie wettbewerbsfähig sind wir dann noch?

Selbst falls kein staatlicher Dienst mit dem Auftrag der Industrie- und Wirtschaftsspionage im Spiel sein wollte, gehört der Cloud-Anbieter jemandem. Und nun stellen wir uns vor, dass ein Großer Konzern da einsteigt. Und eben dieser Konzern eine Tochterfirma hat, die im selben Bereich tätig ist wie wir es sind. Natürlich können wir darauf vertrauen, dass unsere Daten nicht in „Feindeshand“ geraten. Aber sind wir da wirklich sicher?

Und nun denken wir doch nochmal darüber nach, ob unsere Daten nicht im eigenen Serverraum sicherer aufgehoben sind. Ja, wir brauchen dann eigene Technik. Und auch eigene Menschen, die diese Technik betreuen. Ja, beides kostet. Aber was kostet es uns, wenn wir nicht an unsere Daten kommen? Was kostet es uns, wenn Fremde auf unsere Daten zugreifen?

Einschreiben, zwei Schreiben, drei Schreiben … viele Schreiben

Ein Hacker, so sagt man, macht einen Fehler nur einmal aus Versehen, danach mit voller Absicht. So hofft er Erkenntnisse zu gewinnen oder Vorteile zu erlangen.

Manchmal muss mal bewusst Fehler machen oder durch eigenes (korrektes) Verhalten dafür sorgen, dass woanders Fehler gemacht werden, um eben diese Fehler auszunutzen. So ähnlich geschah es auch in folgendem Fall, der schon lange zurückliegt.

Eine Person, nennen wir sie X, hatte etwas Kummer bei der Postzustellung, besonders bei Einschreiben. Entweder kamen diese überhaupt nicht an, falls sie doch ankamen, dann mit etwas Verzögerung und als normale Briefe, die Einschreiben-Aufkleber waren erkennbar abgefummelt. Ob das daran lag, dass der Postbote sie lieber in den normalen Briefkasten unten im Treppenhaus einwerfen wollte, statt die fünf Stockwerke Altbau, natürlich ohne Fahrstuhl, hinaufzusteigen und sie dort gegen Unterschrift abzugeben, wir wissen es nicht.

Die gute X war ob der Situation jedoch sehr angefressen, immerhin lebte sie als Selbständige (auch) von einer funktionierenden Postzustellung. Als ihr Unmut wieder einmal groß war, brachte Sie jemand auf folgende Idee: Wir schreiben Dir Briefe, genauer Einschreiben. Und wenn die dann „verlorengehen“ oder die Post nicht nachweisen kann, dass die Einschreiben ordnungsgemäß ankamen, dann legen wir Protest ein und kassieren nach ein paar Tagen die Entschädigung plus das eigentliche Porto.

X war skeptisch, ob das funktionierte, aber es funktionierte und nach ein paar Tagen sprach es sich rum, dass man X ein Einschreiben schicken muss, es nie korrekt ankommt, jedenfalls die Post das nicht nachweisen kann, und man dann eine nette kleine Entschädigung bekommt. Fünf Minuten Aufwand und dann (es ist lange her, ich weiß den genauen Betrag nicht mehr) 20€ Schadenersatz plus Porto für das Einschreiben. So kommt man auf einen anständigen Stundenlohn. Steuerfrei. Und immer mehr Menschen aus X’s Umfeld beteiligten sich daran und kassierten. Er wird erzählt, dass es knappe 30 Personen waren, die jeden Tag Einschreiben abschickten.

Irgendwann fiel jemand bei der zuständigen Stelle der Post auf, dass pro Woche mehrere tausend Euro Schadenersatzzahlungen gezahlt werden, weil Einschreiben bei einer bestimmten Adresse verlorengehen. Eines Tages klingelte es bei X an der Tür, ein junger Postbote, etwas außer Atem, stand vor der Tür: „Guten Tag, Frau X, ich habe hier ganz viele Einschreiben für Sie. Bekommen Sie jeden Tag so viele, dann berücksichtige ich das bei meiner Tourenplanung…“

Frau X konnte ihn beruhigen: „Nein, das werden deutlich weniger werden, statt knapper 30 am Trag werden es ein oder zwei die Woche werden, sehr bald schon.“

Der Postbote war erleichtert — und immer noch etwas außer Atem. Das angebotene kalte Getränk nahm er gerne an, immerhin bringen fünf Stockwerke an warmen Sommertagen auch sportliche junge Männer etwas aus der Puste.

Ich weiß nicht, wie viele Einschreiben ich an X geschickt hatte, das Geld hatte ich damals gerne mitgenommen, aber es ging ja nicht um unser aller Spaß, wir wollten X helfen. Und das hatten wir. Was aus dem alten Postboten wurde, ist nicht bekannt, er wurde nie wieder gesehen.

Es grünt so grün… oder auch nicht mehr

Irgendwann hatte ich mal geholfen, den Keller eines alten Hauses auszuräumen. Und wie das so manchmal im Leben ist, steckt man viele Dinge in den Keller, um sie dort ordentlich einzulagern. Manchmal gilt aber auch hier das Prinzip „Aus den Augen, aus dem Sinn“. Die Eigentümer hatten längst vergessen, was sich alles im Keller befand, wahrscheinlich hatten sie den Raum in den letzten Jahren nur betreten, um dort weitere Dinge irgendwie einzulagern reinzustopfen. Entsprechend sah der Raum aus.

Bei einer Vorbesichtigung bekam ich eine Ahnung, dass es dort jede Menge Dinge zu entsorgen geben würde … und so sollte es auch kommen. Ich hatte dann auch eine Firma bestellt, die Aktenvernichtung macht.

Dann war es soweit, der Keller sollte geräumt und besenrein übergeben werden. Vieles war recht einfach zu entsorgen: Zeitschriften konnten komplett weg und mussten nur zum Altpapier; alle Akten, die älter als 10 Jahre waren, gingen nach einer kurzen Prüfung in den Reißwolf; bei allen anderen Aktenordnern musste ich die Aufbewahrungsfristen prüfen und dann gingen die das neues Aktenlager. So wurde aus einem vollgestopften „Rummelkeller“ binnen sehr kurzer Zeit ein überschaubarer Aktenberg, der woanders neu eingelagert werden musste.

Anderes war nicht ganz so einfach zu entsorgen, neben viel Papier hatte sich auch das eine oder andere Stück angesammelt, das dann als Sperrmüll entsorgt wurde.

Dann stieß ich auf das hier:

Früher mal ein Pflanzenschutzmittel, heute ziemlich giftiger Sondermüll

Der Warnaufkleber „Gift! Arsenhaltig“ reichte mir aus, um das Paket ganz vorsichtig anzufassen. Aus Sicherheitsgründen wurde das Paket dann in einer Plastiktüte luftdicht verpackt und erst dann transportiert. Das Zeugs ist übrigens so eklig, dass es der Recyclinghof nicht als Sonderabfall annehmen durfte. Aber man konnte mir die Adresse einer Firma nennen, die Chemieabfälle entsorgen kann. Für rund 30 Euro konnte ich meinen Fund dann sicher entsorgen und bekam auch einen Nachweis darüber.

Ich möchte mir nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn 1kg Schweinfurter Grün in den normalen Hausmüll (und damit vielleicht in die Müllverbrennung) geraten wäre. Bei Wikipedia habe ich dann nachgelesen, was das Zeugs genau ist. Ich vermute, dass ein Vor-Vorbesitzer diese Substanz als einst Pflanzenschutzmittel erwarb, dann doch nicht einsetzte, dann im Keller einlagerte und es dort Jahrzehnte lag, bis … eben ich den Keller entrümpeln durfte. Ich habe auf der Verpackung keinen Herstellungsjahr mehr gefunden, aber ich vermute die Zeit um den Ersten Weltkrieg.

Paint it black

Pubertät ist, wenn Eltern schwierig werden. Nee, stimmt nicht ganz. Pubertät ist, wenn Kinder auf dem Weg zum Erwachsenen noch einmal neu „programmiert“ werden. Nee, stimmt auch nicht.

Jedenfalls ist Pubertät, besonders gegen (oder nach) deren Ende, die Zeit, in der sich viel verändert oder verändert werden sollte. So manches „Kinderzimmer“ wird dann zum Zimmer junger Erwachsener. Stereoanlage (meistens zu laut), Fernseher, Computer und neue Möbel halten Einzug. So erging es auch einem Elternpaar, das ich irgendwann mal auf einer Party traf. Hier ist aufgeschrieben, was ihnen so mit ihrem Töchterchen („Eh, Papa, ich bin erwachsen, er-wach-sen, check es endlich“) passierte…

Es war also Zeit, das Kinderzimmer zu entrümpeln, zu renovieren und neu zu möblieren. Und die Tochter hatte da sehr — formulieren wir es höflich — spezielle Wünsche, was die Einrichtung anging: Sie wollte Schwarz („und alle Farben, die dunkler sind“) als dominierende Farbe. Passend zu ihrem neuen Look, der auch schwarze Klamotten vorsah. Die Eltern waren „not amused“ und es gab ewigen Streit ewige Diskussionen um das Thema. Schwarzes Zimmer, schwarze Klamotten. Was soll denn Oma sagen, wenn sie mal zu Besuch kommt…

Irgendwann waren die Eltern das Thema leid, wollten aber nicht einfach so aufgeben. Schwarz wurde als Wandfarbe genehmigt, wenn die Tochter beim Streichen nicht nur anfasst sondern auch wesentliche Teile der Arbeit macht. Und damit sie sich auch Mühe gäbe, hab es eine klare Ansage: „Wenn das nicht ordentlich wird, dann malen wir Dein Zimmer rosa…“ Das hatte erst einen Kreischanfall („doch nicht rosa, ich bin doch kein kleines Mädchen!“) und dann äußerst präzises Arbeiten zur Folge. Natürlich unter elterlicher Anleitung, wie man sowas sauber und ordentliches macht.

Wände waren schwarz gestrichen, auch schwarzer Teppich war verlegt. Bei der Farbe der Möbel  gab es dann wenig Diskussion, die Eltern ließen die Tochter gewähren, man hatte wohl noch die ewigen Diskussionen um die Farben von Wand und Boden in nur allzu deutlicher Erinnerung. Und, auch wenn sie Eltern es gegenüber der Tochter nie-nicht-niemals zugäben, es sah schick aus.

Es dauerte auch nicht lange, bis noch andere Nebenwirkungen des neuen Looks deutlich wurden: Die Tochter, sie hatte heimlich bei Oma Nachhilfe in Sachen Bedienung der Waschmaschine genommen, wusch ihre Klamotten selbst. Natürlich mit Waschmittel ohne optische Aufheller. Und legte ihre Kleidung auch selbst zusammen und sortierte sie in ihre Schränke. Es sollte, nein musste, ja jeder Kontakt zu heller Wäsche vermieden werden, es könnten ja helle Fusseln auf die schwarzen Klamotten kommen…

Auch lernte die Tochter den Umgang mit Staubtuch und Staubsauger, denn schwarzer Teppich und schwarze Schränke sollen ja nicht eine staubgrauen Überzug bekommen. Und auch die schwarzen Schuhe und Stiefel wurden oft geputzt und poliert, so gut, dass Papa sich an die Stiefelputzkontrolle zu seiner Armeezeit erinnert fühlte und durchaus angetan war. Jeder „Stubendurchgang“, der natürlich als freundlicher elterlicher Besuch getarnt werden musste, viel zur vollen Zufriedenheit aus.

Von Freundinnen schaute sich die Tochter dann Tips und Tricks, wie man sich die Nägel perfekt lackiert, wie man sich handwerklich perfekt schminkt (auch wenn die Farbe… aber das hatten wir ja schon), wie man Haare färbt, ohne das Bad einzusauen…

Die Eltern zogen Bilanz und sie fiel positiv aus:

Unser Töchterchen mag diese Anrede nicht mehr, aber sie hat in sehr kurzer Zeit einen gewaltigen Sprung gemacht und wir sind schon ganz zufrieden damit… auch wenn wir es aus pädagogischen Gründen noch nicht gleich ganz zugeben wollen.

Mars Xtra Choc

Vor einiger Zeit gab es eine limitierte Ausgabe der berühmten Mars-Schokoriegel: Etwas dunklere Schokolade und — vor allem — weniger süß und somit schmeckten sie mir viel besser. Das Original meide ich, denn es ist mir zu süß.

Also, liebe Hersteller von Mars, denkt doch mal über eine dauerhafte Version nach: Weniger süß, dunklere Schokolade. Würde ich sofort kaufen 🙂

Leider nicht mehr auf dem Markt: Mars Xtra Choc

Schwules Werkzeug

Mit Homophobie kann man viel Spaß haben. Dabei ist eigentlich egal, ob Menschen wirklich Angst vor Schwulen und Lesben haben, sich diese Angst nur einbilden, sie vortäuschen oder damit kokettieren, eine solche Angst zu haben. Das geht dann manchmal soweit, dass Menschen immer und überall etwas „Schwules“ sehen, es nun berechtigt oder nicht.

So spaß mich im Sommer ein Arbeitskollege an, was ich denn für „schwules Werkzeug“ auf dem Tisch hätte:

Werkzeug, einfach nur Werkzeug.

Ich habe keine Ahnung, was er an diesem Satz Inbus-Schlüssel auszusetzen hatte, aber vielleicht erinnerte ihn die farbliche Kennzeichnung der einzelnen Schlüssel an die Regenbogenfahne, die unter anderem ein Symbol für Schwule und Lesben gilt.

Jedenfalls wollte ich dann dem sprichwörtlichen Affen Zucker geben:

Ach, das meinst Du… Die wurden auf dem letzten CSD verschenkt und Du glaubst nicht, was dann abends auf den Partys damit abging…

Er verzog das Gesicht und suchte das Weite. Manchmal muss man Menschen einfach mit ihren eigenen Vorurteilen austricksen. Die Erklärung, dass der Hersteller die Schlüssel deswegen farbig markiert hatte, weil gerade auf den kleineren Schlüsseln nur wenig Platz für die Angabe der Schlüsselgröße ist, wäre wohl zu naheliegend gewesen. Und ob der Kollege sie mir geglaubt hätte?

Sie und Er…

Mit Männern und Frauen ist das bekanntlich so eine Sache…

Kaum liegt sie nackt vor ihm…

… verdreht sie ihm den Kopf.

Jahresrückblick 2016

Und auch dieses Jahr verdient (m)einen sehr persönlichen Jahresrückblick:

Das Jahr 2016 in wenigen Worten:
Ein Jahr voller Veränderungen, die meisten waren positiv.

Glücklichster Moment 2016?
Mein erster Reiturlaub. Auf Norikern durch den Bayerischen Wald. Wun-der-schön. Wird wiederholt.

Aufregendster Moment 2016?
Feuerwehreinsatz bei uns im Haus. In einer Wohnung lösten die Rauchmelder aus, niemand reagierte auf mein Klingeln und Klopfen, also alarmierte ich die Jungs von der Feuerwehr. Glücklicherweise stellte sich das Ganze als vergessener Topf auf dem Herd bei eingeschlafener Köchin heraus. Sehr aufregend war es trotzdem.

Traurigster Moment 2016?
9. Februar. In dem verunfallten Zug bei Bad Aibling saß auch ein Kollege eines entfernten Standortes. Erst hörten wir nur vom Unglück, dann dämmerte es, dass auch er in dem Zug gewesen sein konnte. Dann wurde aus dem unguten Gefühl langsam eine traurige Gewissheit. Auch wenn ich den Kollegen nur flüchtig kannte, wir sind uns nur einmal dienstlich begegnet, war es ein großer Schock. 🙁

Berufliches?
Da gab es Veränderungen. Der Dienstleister, der mich 2014 beim Chemiewerk übernommen hatte, wurde bei einer neuen Ausschreibung unterboten. Dadurch fiel dann auch mein Job weg. Doch nach wenigen Wochen Freizeit fand mich ein neuer Job. mit deutlich kürzerer Fahrtzeit und weniger Fahrtkosten. Wenn ich daran denke, was ich nun an der Tankstelle spare … 😉

Zu- oder abgenommen?
Etwas weniger geworden. Ist okay. Könnte noch ein wenig weniger sein, aber solange es nicht mehr wird, wollen wir nicht meckern.

Haare kürzer oder länger?
Meine langjährige Friseurin ist in Elternzeit. Also musste ich mich da verändern. Nun habe ich eine neue kreative Friseurin. Und sie brachte auch die eine oder andere Veränderung mit. Gefällt mir aber. Das Hobby, bei dem ich einen Helm trage, habe ich ja immer noch, aber die neue (oder sagen wir: veränderte) Frisur funktioniert auch mit dem Reithelm.
Auch an dieser Stelle Grüße an meine Friseurin und an ihre frechen netten Kolleginnen, ich bin immer gerne bei Euch und freue mich schon auf den nächsten Besuch.

Buch des Jahres 2016?
Ganz klar „Reiten, wie durch Zauberhand bewegt“ von meinem Reitlehrer. Mit Widmung 🙂

2016 zu selten gemacht?
Am Strand gewesen, obwohl er ja nun wirklich hier um die Ecke ist. Offenbar ist es mir kein Bedürfnis, öfter dort zu sein.
Freunde besucht. Seit die Kinder haben, sind die meistens ziemlich ausgelastet und kaum noch für spontane Dinge zu haben.
Grillen mit Freunden in deren Garten.

2016 zu oft gemacht?
Fällt mir gerade nichts ein.

2016 genau oft genug gemacht?
Beim Pferd gewesen. War klasse. Wobei… eigentlich könnte es noch ein wenig öfter sein.

2016 leider nicht gemacht?
Einige Freunde getroffen.
Auf dem Congress des CCC gewesen.

2016 endlich gemacht?
Reiturlaub. Durch den bayerischen Wald. Ich freue mich schon auf den nächsten Reiturlaub.

2016 neu kennengelernt?
Ein paar neue Kollegen kennengelernt. Und viele sehr nette Menschen im Ausbildungsstall. Und zwei junge Damen, die ich im Reiturlaub kennenlernen durfte. Ihr wart eine tolle Urlaubsbegleitung.

Menschliches 2016?
Keine großen Höhen oder Tiefen. Es war angenehm langweilig.

Erkenntnis des Jahres 2016?
Nutze Deine Lebenszeit, um nett und freundlich zu anderen Menschen zu sein. Das Schicksal wird es Dir danken und die guten Dinge kommen zu Dir zurück.
Wer unfreundlich oder gar bösartig zu anderen Menschen ist, wird kein schönes Leben führen.

2017 wird … ?
Hoffentlich einen schönen Urlaub bringen. Beruflich lasse ich mich mal überraschen, ob es so weitergehen wird, wie es gerade läuft. Und sollte 2017 aufregend werden, dann bitte positiv aufregend 😉

Vorsätze für 2017?
Weiterhin viel Reiten. Reiturlaub machen. Diesmal gerne etwas länger.
Vielleicht ein paar Kilogramm abnehmen.

In diesem Sinne, ich wünsche Euch allen ein frohes, gesundes, friedliches und erfolgreiches 2017.

Früher und heute …

Früher sei ja alles besser gewesen, so heißt es immer. Nun, ob das wirklich stimmt, darüber kann man vortrefflich streiten. Einigen wir uns auf ein „Früher war alles anders!“

Wer früher als Kind seinem Teddy eine gute Nacht wünschte, spricht heute beim Zubettgehen mit Siri, Alexa, Cortana oder Google. Nur hat der Teddy damals nicht geantwortet.

About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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