Selbsterfüllende Prophezeiungen im TV

Früher gab es gutes Fernsehen. Damals hießen Programme noch so. Heute sind es „Formate“ und müssen irgendwas mit Reality zu tun haben. Dabei sehen Menschen doch fern, um ihrem Alltag zu entgehen. Wir gehen mit Voxtours auf die Weltreise, die wir uns niemals leisten könnten, fiebern bei Jauch um die Millionen, die wir niemals erspielen würden, lassen uns von der Maus erklären, wie Dinge funktionieren oder von Käpt’n Blaubär vorzügliches Seemannsgarn spinnen.

Der neueste Schrei in Sachen Reality-TV war nun „Hire or Fire“ auf Pro7. Erst wurde ein Riesenwirbel um diese neue Sendung pardon dieses innovative Format gemacht, nun ist plötzlich Schluß. Nach nur einer Sendung hat sich der Titel der Sendung bewahrheitet und die Sendung verschwand so schnell wieder wie sie gekommen ist. Kein Wunder bei nur 950.000 Zuschauern.

Was lehrt uns das?

1.) „Hire und Fire“ ist nichts, was wir in unserer Freizeit in der Glotze haben wollen, die tägliche Angst um den eigenen Arbeitsplatz reicht uns schon.

2.) Konzepte, die in den USA erfolgreich sind, lassen sich nicht 1:1 auf den deutschen Markt übertragen.

3.) Günther Jauch hatte zur selben Sendezeit 8,45 Millionen Zuschauer. Das läßt mich hoffen.

(Zahlen zur Zuschauerzahl aus einem Artikel bei Spiegel Online entnommen.)

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About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
erklärt gerne komplizierte Dinge
mag gute Werbung

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