Unendliche Dummheit – It never rains in California

Jörg und Ede haben kein Monopol, in Wahlzeiten Merkwürdiges von sich zu geben, auch Claudia Roth (B90/Grüne) fällt durch Erheiterndes auf.

Vor ein paar Tagen war sie in einem Wahlkampfduell. Dort wurden auch Fragen der Energiepolitik angesprochen. Erneuerbare Energien sind ja ein Lieblingsprojekt von den Grünen. Kein Dach, das sie nicht gerne mit Solar-Zeugs bepflasterten, keine Landschaft, die nicht durch Windenergieanlagen verspargelt werden könnte. Dummerweise wird Strom aber auch dann benötigt, wenn keine Sonne auf Solarzellen scheint oder kein Wind weht. Die Betreiber bekommen eine (gesetzlich garantierte) Vergütung für den so erzeugten Strom, die anderen Strom unnötig verteuert.

Dazu kommt, daß die Photovoltaik, also die Stromerzeugung mittels Solarzellen, Halbleiter verwendet, deren Herstellung viel Energie erzeugt. Solarzellen sind (nur) da sinnvoll, wo konventionelle Stromerzeugung oder Transport von Strom unnötig aufwendig oder teuer sind.

Im Wahlkampfduell verteidigte Frau Roth die grüne Energiepolitik und führte sinngemäß an, daß sogar der Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, der ja ein Konservativer sei, das deutsche Solar-Programm nachmache, so gut sei es.

Kalifornien reicht ungefähr vom 42. bis zum 32. nördlicher Breite, übertragen auf eine europäische Karte wäre das Rom im Norden und die ägyptische Mittelmeerküste im Süden.

Deutschland liegt aber viel nördlicher und hat eine andere Sonneneinstrahlung, sowohl vom Sonnenwinkel als auch von der Anzahl der Sonnenstunden pro Jahr. Um das zu verstehen muß man wissen, daß die Erde sich um die Sonne dreht und wie das genau mit der Ekliptik ist, Verständnis von Sinus und Kosinus sind dabei von Vorteil. Daß sich im traditionell guten Klima von Kalifornien ganz andere Wirkungsgrade erzielen lassen, sollte einleuchten.

Daß die Energieprobleme der USA im allgemeinen und Kaliforniens ganz andere sind, als die deutschen, auch das sollten Politiker wissen, die sich zu Energiepolitik äußern.

Aber seien wir nicht ungerecht, es ist Wahlkampf, da darf sich jede(r) um Kopf und Kragen reden.

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About Nik

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