Wien, Wien, nur Du allein…

Der Text verrät es, der Urlaub führte mich (auch) nach Wien. Hier meine (natürlich sehr subjektiven) Erlebnisse:

Freitag, 1. Tag
Die Fahrt aus dem Reiturlaub nach Wien klappt hervorragend, Autofahren auf Österreichs Autobahnen ist wirklich sehr angenehm, da bezahle ich gerne den „Eintritt“ in Form der Mautplakette. Ich bin in Wien mit einer Freundin verabredet, wir treffen uns an einer Einfallstraße, sie geleitet mich durch den Straßendschungel sicher gen Hotel (IBIS Styles Wien). Dort gibt es einen Kurzhalteparkplatz für das Be- und Entladen, alle meine sieben Sachen in  immerhin fünf Taschen (ich hatte ja noch meine Reitsachen dabei) aufs Zimmer bringen, kurz verschnaufen und dann geht es weiter auf den Kahlenberg.

Dort fand nicht nur 1683 die entscheidende Schlacht gegen die türkischen Belagerer Wiens statt, von dort aus hat man einen beeindruckenden Blick über Wien und das Umland und angrenzende Ausland. Wien liegt ca. 25km von der Grenze zur Slowakei entfernt. (Und bis zur „Nordsee“ kann man auch sehen, aber das ist eine andere Geschichte.) Die Straße von Wien auf den Kahlenberg solltet ihr mit dem Auto fahren, Freunde von Serpentinen und kurvigen Straßen werden ihre Freude haben. Außerdem: Teil des Pflichtprogramms für Touristen…

Abends dann in einen Heurigen, in ein Lokal, bei dem man unter Bäumen sitzt und Wein und kleine Mahlzeiten der regionalen Küche angeboten werden. Wenn man schon in Wien ist: Pflichtprogramm für Touristen…

Meine Begleitung hatte ein günstiges und günstig gelegenes Park&Ride-Parkhaus für mich gefunden. 17,10 Euro pro Woche statt 25 Euro pro Nacht in der Hotelgarage. Und nur eine U-Bahn-Station (oder 7 Minuten zu Fuß) vom Hotel entfernt. Und meistens ist man in Wien eh mit den „Öffis“ (Bus, Straßenbahn, U-Bahn und Stadtbahn) unterwegs.

Der Tag war anstrengend (und heiß), also Hotel, Dusche etwas Fernseh-Chillen…

Samstag, 2. Tag
Besuch der Veranstaltung „Montur und Pulverdampf“ im Heeresgeschichtlichen Museum. Dort gibt es dann im Museumsgarten viel zu sehen, von der Zeit des 30-Jährigrn Krieges bis kurz vor dem Ersten Weltkrieg sieht man Uniformen, Ausrüstungen, Handwaffen und Kanonen. Und man hört die Kanonen auch. Und das ist LAUT! Aber sehr interessant. Auch der Besuch des Museums ist interessant. Und die Weisheit „Kriege gehören ins Museum“ kann man nicht oft genug wiederholen.

Danach dann zur nächsten Station des Pflichtprogramms für Touristen: Wiener Prater und dem Wurstelprater. Das eine ist die riesige parkähnliche Landschaft, das andere ist ein Vergnügungsviertel, so ähnlich wieder Hamburger Dom, nur ganzjährig in Betrieb. Natürlich mit Fahrt mit dem Riesenrad. Und Fahrt mit der Liliput-Eisenbahn. Wer Glück hat, erwischt auch einen dampfbespannten Zug. Ideal für den Lokomotivführer in uns allen.

Abends gibt es dann Essen bei einer typisch wienerischen Institution: Eine Würstelbude, da gibt es dann Bratwürste aller Art und Getränke. Stilsicher trinkt man dazu dann ein 16er-Blech, eine HaLiDo (HalbLiterDose) Bier der Ottakringer Brauerei aus dem 16. Wiener Stadtbezierk. (Wurstel-)Prater und Wurstelbude sind Pflichtprogramm für Touristen…

Sonntag, 3. Tag
„Vienna Calling“ oder „Ganz Wien…“. Es geht auf den Zentralfriedhof zu Falcos Grab. Es ist ein Doppelgrab, das einerseits den Menschen Johann (genannt Hans) Hölzel und den Superstar Falco zeigt. Der Friedhof ist so dermaßen groß, man kann ihn mit dem Auto befahren.

Weiter nach Petronell-Carnuntum. Dort befinden sich Überreste einer Zivilstadt und eines Militärlagers der Römer. Ein Teil davon wurde im originalen Stil wieder aufgebaut. Es ist sehr beeindruckend zu sehen, welche kulturellen Annehmlichkeiten die Römer im Jahr 200 hatten. Häuser mit Zentralheizung, fließend kaltes und warmes Wasser, Toiletten mit Wasserspülung und und und. Auch das ist Pflichtprogramm für Touristen, wenn man schon mal in Wien oder der Nähe davon ist.

Natürlich muss man auch ein Echtes Wiener Schnitzel, natürlich vom Kalb, essen, wenn man in Wien ist. Also führt es uns nach dem Besuch der alten Römerstadt zum Abendessen ins Blaustern, ein Restaurant unweit des Hotels. Nach dem Wiener Schnitzel musste ich natürlich noch Palatschinken mit Marillen probieren. Wenn schon das Pflichtprogramm für Touristen, dann bitte auch nichts auslassen.

Montag, 4. Tag
Als Pferdeverrückter muss ich natürlich auch die Spanische Hofreitschule besichtigen. „Nur“ die Stallungen (samt Pferden) und die Anlage. Reitbetrieb gibt es selten zu sehen. Aber Menschen auf Pferden kann ich auch woanders sehen 🙂 Alleine die Reithalle ist beeindruckend, da braucht es keine Pferde darin.

Später geht es dann Andenken kaufen, später dann zum Bummeln durch den Wiener Augarten. Landschaftlich sehr schön anzusehen. Wären da nicht ein paar Schandflecke aus der Kriegszeit, die sich hartnäckig einem Abriss verweigern: Einige der Flaktürme stehen auch im Augarten.

Wenn man schon Wiener Schnitzel essen möchte, dann ist es besser, zweimal essen zu gehen. Je größer der Umfang der Stichprobe, desto höher ihr Aussagewert 🙂 Also waren wir wieder essen, danach noch etwas bummeln.

Dienstag, 5. Tag
Sachen packen, Auto aus dem Parkhaus holen, wieder zum Hotel, Auto beladen, dann ab nach Krems an der Donau. Dort noch einmal Spezialitäten essen, Marillen-Spezialitäten für die Lieben daheim einkaufen, dann zurück in den süd-dänischen Teil des Habsburger Reiches und dabei „a bisserl brav sein…

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About Nik

heißt eigentlich Nikolaus Bernhardt und ist Baujahr 1965
wohnt in der Hauptstadt des Marzipans
ist eine Mischung IT-Mensch und BWLer
hat noch ein paar (verborgene?) Talente mehr
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